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Rund um die Uhr für die Tiere


Rund um die Uhr für die Tiere, ist der Leitspruch und beschreibt die Haltung der Tierhilfs- und Rettungsorganisation e.V., die aus der Passion entstand, den Ärmsten der Armen in dieser Gesellschaft zu helfen. Denn schon 1988, als sich der Verein aus ein paar Tierfreunden gegründet hatte, war es schwierig Tieren in Notlagen zu helfen, da sich dafür einfach keine Behörde verantwortlich zeigte. Aus der eigenen Erfahrung heraus und den katastrophalen Zuständen in einem Tierasyl war klar, hier müsse man selbst tätig werden. Erfreulicherweise sahen das andere genauso, und so konnte nach einer kurzen Zeit, in der eine ordentliche Anzahl Mitglieder gewonnen wurde, die praktische Arbeit der THRO beginnen.

Der Vorstand und wie alles begann

Die beiden Vorstände, Karlheinz Meier (1. Vorstand) und Monika Ehrlacher (2. Vorstand) sowie ein paar Mitstreiter mieteten zunächst einen Bauernhof im badischen Wittenweier. Zu ihren damaligen Schützlingen zählten bald um die 70 Tiere, ein buntes Gemisch aus Enten, Hühnern, exotischen Vögeln, Katzen, Hunden, Hasen, einem Waschbär, Chinchillas und Ponys, die aus schlechter Haltung gerettet, irgendwo aufgefunden oder aus Notlagen befreit wurden.

Erklärtes Ziel – damals und heute: Die Erreichbarkeit rund um die Uhr für tierische Notfälle. Getreu diesem Vereinsmotto gehen die Vereinsmitglieder allen Anfragen und Hinweisen zu Tierquälereien nach und ziehen, wenn es nötig ist, Tag und Nacht aus, um in Not geratenen Tieren zu helfen. Auch nimmt der Verein immer wieder für eine kurze Zeit Wildtiere auf, um sie nach erfolgreicher Genesung wieder in die Freiheit zu entlassen.

Durch dick und dünn

Ende 1999 sah sich der Verein einer schwierigen Situation gegenüber als das Mietverhältnis für den Hof wegen Eigenbedarf gekündigt wurde. Wohin mit all den Tieren? Die Suche nach einer neuen Heimat gestaltete sich zunehmend komplizierter und fast sah es so aus, als müsse man aufgeben. Endlich, nach vielen Monaten zwischen Hoffen und Bangen, konnte im nahe gelegenen Ichenheim ein geeignetes Grundstück mit Bauernhof gefunden werden. Auch wenn die anfängliche Euphorie zunächst einer Nüchternheit wich, weil noch teure Umbaumaßnahmen nötig waren, die Tiere hatten endlich wieder ein sicheres Zuhause gefunden.

Die THRO heute

Heute beherbergt die Tierhilfs- und Rettungsorganisation über einhundertfünfzig tierische Mitgeschöpfe, die nicht vermittelt werden und auf dem vereinseigenen Gnadenhof bis an ihr natürliches Lebensende bleiben dürfen. Vielen Tieren wurde übel mitgespielt und hier finden sie endlich, was ihnen nach einem entbehrungsreichen Leben und von ihrer Bestimmung her zusteht: Artgerechte Unterbringung und immer einen gefüllten Futtertrog, medizinische Versorgung und liebevolle Zuwendung, auch wenn bei dem einen oder anderen Tier die traumatischen Erlebnisse ihre Spuren hinterlassen haben und ab und zu ein Leckerli.

Da ist die Geschichte von Puck, dem Eichhörnchen: Winzig klein, völlig verdreckt und abgemagert wurde es von Waldbesuchern entdeckt. Mit der Flasche aufgezogen und zu sehr an den Menschen gewöhnt, konnte er nicht mehr in die Freiheit entlassen werden und lebte bis an sein natürliches Ende viele Jahre in seinem Gehege, das er mit Hingabe eingerichtet hatte.
Oder Com, der Schwan, den Jugendliche leichtsinnig aus seinem Nest entwendeten. Auch für ihn ist der Hof seine letzte Zuflucht, denn in der freien Natur wäre er leichte Beute für Feinde.

Die Geschichte der mittlerweile vier Waschbären hingegen ist eine andere. Sie kamen aus einer privaten Haltung und wurden bewusst angeschafft. Nachdem die Tiere mit dem Alter ihr tollpatschiges Verhalten abgelegt hatten und das wurden, was sie eigentlich sind, Wildtiere eben, kamen die Probleme. Sie wuchsen ihren Besitzern über den Kopf und mussten abgegeben werden. Da der deutsche Wald nicht der ursprüngliche Lebensraum dieser Tiere ist, bleiben auch sie auf dem Hof. Neben den vielen Jungvögeln, die der Verein regelmäßig aufnimmt, herrscht auch auf der Igelstation besonders vor den Wintermonaten Hochbetrieb. Die stachligen Besucher, vorrangig Igelbabys oder verletzte und kranke Tiere dürfen auf dem Hof überwintern und werden im Frühjahr wieder ausgewildert.

Ein weiteres Spezialgebiet ist das Einfangen entlaufener Hunde. Mit der vom Verein selbst entwickelten Hundefalle sind die Tierschützer schon bis nach Berlin gerufen worden, um einen seit 18 Monaten umher streunenden Schäferhund einzufangen. Mittlerweile konnten schon viele Hunde mittels dieser Falle ihren Besitzern zugeführt werden.

Viele Tierschutzaktionen gehen den Tierschützern sehr zu Herzen, denn nicht immer kann geholfen werden. Manchmal müssen Aktionen abgebrochen werden, weil Tierhalter oft nicht kommunikationsbereit und Behörden entweder zu langsam oder gar nicht handeln.

Neben der praktischen Arbeit beteiligen sich die Mitglieder der THRO immer wieder an politischen Kampagnen, Unterschriftenaktionen und initiierten in den 1990er Jahren einen großen Demonstrationszug gegen quälerische Tiertransporte.

Der Verein, seine Helfer und Spendengelder

Mittlerweile ist die Arbeit ohne die angestellten Tierhelfer und Tierarzthelferin nicht mehr zu stemmen. Neben den enormen Futterkosten, den Aufwendungen für die medizinische Versorgung und der Instandhaltung des Hofes sind die Personalkosten eine große finanzielle Belastung für den Verein. Da die Tierfreunde von keiner staatlichen Stelle Unterstützung erhalten, muss der Verein mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen auskommen.

Sie können uns auf verschiedenste Arten helfen:

Mit einer Mitgliedschaft unterstützen Sie viele Schützlinge gleichzeitig und bestärken uns in unserer Arbeit.

Unterstützung erfahren wir auch, indem Sie Ihre Aufmerksamkeit einem ausgewählten Tier schenken als Pate. Neben einer Tierpatenschaft ist auch als Gemeinschaftspatenschaft  möglich, mit der man eine ganze Tiergruppe hilft.

Wir finanzieren uns auch Geldspenden. Auch kleine Beträge retten Tiere und stützen unsere Arbeit. Sie können einmalige Beträge auf unser Spendenkonto spenden, einen Dauerauftrag einrichten oder uns ein SEPA-Lastschriftmandat zukommen lassen.

Wir freuen uns sehr über Sachspenden! Auf unserem Hof werden täglich enorme Mengen an Futter und allerlei Ausstattung und Equipment für die Versorgung unserer tierischen Bewohner benötigt. Lesen Sie in unserer Sachspendenliste, was alles so benötigt wird.

Sie möchten lieber zupacken und direkte Hilfe leisten? Dann unterstützen Sie die Tierhilfs- und Rettungsorganisation mit Ihrer „Zeit-Spende“. Gemeinsam klären wir gemäß ihren Neigungen und Fähigkeiten, wie Sie sich einbringen können.

 


Über die aktuelle Arbeit der Organisation, die Verwendung der Spendengelder und die anstehenden Projekte informiert in anschaulicher Weise das jährlich erscheinende Tierschutzmagazin.

 

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