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Missstände in der Tierhaltung


Oder wie Tiere sich in der Hölle auf Erden wiederfinden.

Aus traurigem und gegebenen Anlass möchten wir mit diesem Beitrag auf ein besonders schweres Beispiel schlechter Tierhaltung eingehen. Wir sind fassungslos ob der Bilder, die sich uns boten mit dem Eintreffen auf einem Hof in Linx.

Ein besonders grässliches Beispiel von Tierverwahrlosung

Uns ist jedes Tierschicksal wichtig und es schmerzt uns, wenn wir von Schicksalen Kenntnis nehmen, die es so nicht geben sollte. Wie am Beispiel aus Linx, einem Stadtteil der Stadt Rheinau im Ortenaukreis, bei dem sich uns Bilder des Horrors zeigten. Auf einem augenscheinlich verlassenen Hof waren Tiere sich selbst überlassen und als wir hinzugerufen wurden, hatte es bereits für einige Tiere fatale Folgen. Zwischen den noch lebenden und völlig verwahrlosten Nutztieren lagen verendete Artgenossen. Die Gehege waren stark verdreckt. Wasser und Nahrung gab es für die Tiere nicht oder nur unzureichend. Passanten haben die Tiere schon seit Tagen notversorgt und Futter über den Zaun geworfen. Nicht allen Tieren hat das geholfen.

14-tagelanges Warten

Wir bekamen einen Anruf. Tierfreunde sind auf die schlechte Haltung verschiedener Nutztiere in Linx aufmerksam geworden und haben sich an uns gewendet. Zuständig und befugt ist das Veterinäramt und so haben wir den Fall dem zuständigen Amt mitgeteilt. Leider erreichte uns nach 14 Tagen erneut ein Anruf. Die Zustände hätten sich verschlimmert und eine Aktion für die Rettung der Tiere hat bislang nicht stattgefunden. So haben wir uns selbst auf den Weg gemacht, um uns einen Eindruck zu verschaffen. Wir waren entsetzt und schwer schockiert von der Situation Vorort.

Der Hof war in einem chaotischen Zustand. Die dort lebenden Tiere waren in einer jämmerlichen Verfassung. Die Versorgung der Unterkünfte fand offensichtlich schon seit längerem nicht mehr statt. Die Tiere gingen in ihrem eigenen Dreck. Frisches Wasser und Tiernahrung stand den Tieren nicht oder nur unzureichend zur Verfügung. Tierkadaver lagen zwischen den noch lebenden, ausgezerrten Tieren. Bis heute beschäftigt uns die Frage, warum auf unserem ersten Hinweis ans Veterinäramt eine wirksame Reaktion für die Tiere ausblieb?

Einschreiten und Veränderung schaffen

Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, haben wir die Polizei verständigt. Die Beamten der Dienststelle Kehl kamen umgehend. Erneut wurde das Veterinäramt, diesmal durch die Polizeibeamten, hinzugezogen – mit Wirkung. Die noch lebenden Tiere wurden beschlagnahmt. Ein sofortiges Betreuungsverbot gegen den Halter wurde ausgesprochen. Weiterhin läuft ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gegen den Verantwortlichen.

Mut haben, hinzuschauen und zu handeln

Die richtige Haltung aufbringen in schwierigen Situationen erfordert oft Mut und auch Aktionismus. Selten lösen sich die Dinge durch Wegschauen. Wenn Ihnen Missstände in der Tierhaltung auffällig werden, schauen sie nicht weg. Wohlmöglich sind Sie der Einzige, der handelt. Tiere in Not brauchen Sie dann dringend. Sie haben sonst keinen Fürsprecher. Verwahrlosung schafft unnötiges und oft qualvolles Leiden. Nutz- und Haustiere sind dem Menschen ausgeliefert und angewiesen auf seine Sorgfaltspflicht im Umgang mit ihnen. Kommt ein Halter dieser Verpflichtung nicht nach, ist das Tier in dieser Situation selbst hilflos. Die Tiere sind auf menschliche Fürsorge angewiesen. Fassen Sie einen Entschluss in Fällen von Tierquälerei, offensichtlichen Missständen in der Unterbringung und Versorgung von Tieren. Handeln Sie! Geben Sie den Tieren in Not Ihre Stimme!

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